Pflanzen am Arbeitsplatz sind nicht nur dekorative Elemente – sie können das Raumklima verbessern, das Wohlbefinden steigern und sogar die Produktivität erhöhen. Dennoch ist nicht jede Pflanze für ein Büro geeignet. In diesem Artikel stellen wir geeignete Büropflanzen vor, erklären, warum sie besonders gut für den Arbeitsplatz geeignet sind und geben praktische Tipps zur Pflege, damit sie auch über Jahre gesund bleiben.
Warum sind Pflanzen im Büro wichtig?
Büropflanzen bieten zahlreiche Vorteile, die über die rein ästhetische Wirkung hinausgehen:
- Luftreinigung: Viele Pflanzen filtern Schadstoffe aus der Luft, darunter Chemikalien wie Formaldehyd, Benzol und Trichlorethylen, die häufig in Büromaterialien oder Möbeln enthalten sind.
- Feuchtigkeitsregulierung: Pflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit, was in klimatisierten Räumen oder bei trockener Heizungsluft besonders wertvoll ist. Dies kann trockene Augen, gereizte Haut und Atemprobleme verringern.
- Lärmminderung: Große Pflanzen und solche mit dichten Blättern können Geräusche dämpfen und so zu einer ruhigeren Arbeitsumgebung beitragen.
- Stressreduktion und Steigerung der Produktivität: Studien zeigen, dass Pflanzen eine beruhigende Wirkung haben und die Konzentration fördern können. Das Vorhandensein von Grünpflanzen reduziert Stress und schafft eine angenehmere Atmosphäre.
Um jedoch all diese Vorteile zu nutzen, ist es entscheidend, die richtigen Pflanzen auszuwählen und sie entsprechend zu pflegen.
Die besten Büropflanzen und ihre Pflege
1. Bogenhanf (Sansevieria trifasciata)
Der Bogenhanf, auch als Schwiegermutterzunge bekannt, ist eine der pflegeleichtesten Pflanzen, die sich hervorragend für das Büro eignet.
- Warum geeignet?
Der Bogenhanf kann selbst bei wenig Licht überleben und benötigt nur wenig Wasser. Er ist eine der besten Pflanzen zur Luftreinigung und kann sogar nachts Sauerstoff abgeben, was ihn besonders für kleine, geschlossene Räume nützlich macht. - Pflege:
Der Bogenhanf bevorzugt trockene Bedingungen, sodass er nur selten gegossen werden muss – etwa alle zwei bis drei Wochen. Er verträgt sowohl direktes als auch indirektes Licht, jedoch sollte Staunässe vermieden werden, da diese zu Wurzelfäule führen kann. Staub auf den Blättern sollte gelegentlich mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.
2. Einblatt (Spathiphyllum)
Das Einblatt, bekannt für seine eleganten weißen Blüten, ist eine beliebte Wahl für Innenräume.
- Warum geeignet?
Diese Pflanze ist nicht nur optisch ansprechend, sondern auch äußerst effektiv bei der Filterung von Schadstoffen wie Benzol und Formaldehyd. Zudem kommt sie gut mit indirektem Licht zurecht und kann auch in schattigen Büros gut gedeihen. - Pflege:
Das Einblatt mag es feucht, ohne jedoch im Wasser zu stehen. Es sollte regelmäßig gegossen werden, besonders wenn die obere Erdschicht trocken wird. Die Blätter zeigen deutlich an, wenn die Pflanze Wasser benötigt, da sie bei Wassermangel anfangen zu hängen. Eine gelegentliche Besprühung mit Wasser hilft, die Luftfeuchtigkeit um die Pflanze herum zu erhöhen, was ihr Wachstum fördert.
3. Efeutute (Epipremnum aureum)
Die Efeutute ist eine rankende Pflanze, die entweder hängend oder aufrecht wachsen kann und für ihre herzförmigen Blätter bekannt ist.
- Warum geeignet?
Sie ist besonders widerstandsfähig und wächst selbst unter schlechten Lichtbedingungen gut. Die Efeutute ist außerdem dafür bekannt, die Luft von Schadstoffen wie Formaldehyd und Kohlenmonoxid zu reinigen. - Pflege:
Diese Pflanze benötigt nicht viel Wasser – es genügt, sie alle ein bis zwei Wochen zu gießen, abhängig von der Raumtemperatur. Sie sollte an einem Ort stehen, an dem sie indirektes Licht bekommt, da zu viel direkte Sonne die Blätter verbrennen kann. Wenn die Triebe zu lang werden, können sie einfach zurückgeschnitten werden.
4. Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia)
Die Glücksfeder, auch Zamioculcas genannt, ist eine äußerst robuste Pflanze, die auch unter widrigsten Bedingungen überlebt.
- Warum geeignet?
Diese Pflanze kann extremen Trockenperioden standhalten und benötigt nur sehr wenig Licht, was sie ideal für Büros macht, die nicht immer gut beleuchtet sind. Sie ist zudem resistent gegen Schädlinge und Krankheiten. - Pflege:
Die Glücksfeder braucht nur selten Wasser – ein- bis zweimal im Monat reicht völlig aus. Achten Sie darauf, dass die Erde vollständig trocknet, bevor sie erneut gegossen wird. Zu viel Wasser kann zu Wurzelfäule führen. Auch hier sollten die Blätter gelegentlich abgestaubt werden, um den Glanz zu erhalten.
5. Philodendron
Der Philodendron gehört zu den klassischen Zimmerpflanzen und kommt in zahlreichen Varianten vor, von kletternden Arten bis hin zu buschigen Sorten.
- Warum geeignet?
Philodendren sind sehr anpassungsfähig und gedeihen sowohl bei schwachem Licht als auch bei mittlerem Sonnenlicht. Sie sind äußerst effektiv bei der Aufnahme von Formaldehyd aus der Luft. - Pflege:
Der Philodendron sollte regelmäßig, aber nicht übermäßig gegossen werden. Die Erde sollte immer leicht feucht bleiben, ohne dass sich Staunässe bildet. Wenn die Blätter blass werden oder sich gelb färben, deutet dies oft auf einen Licht- oder Wassermangel hin. Regelmäßiges Beschneiden fördert ein buschiges Wachstum.
6. Kaktus und Sukkulenten
Kakteen und Sukkulenten sind in den letzten Jahren als Trendpflanzen ins Büro eingezogen und bieten eine pflegeleichte Alternative zu den klassischen Zimmerpflanzen.
- Warum geeignet?
Diese Pflanzen sind für ihre Fähigkeit bekannt, Wasser in ihren Blättern zu speichern, was sie extrem pflegeleicht macht. Sie benötigen nur wenig Wasser und gedeihen in trockenen Umgebungen, wie sie in Büros häufig vorkommen. - Pflege:
Sukkulenten und Kakteen sollten in gut durchlässige Erde gepflanzt werden und nur gegossen werden, wenn die Erde komplett trocken ist. Im Winter benötigen sie sogar noch weniger Wasser. Diese Pflanzen mögen viel Licht, sollten aber vor intensiver direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Tipps zur Pflege von Büropflanzen
Damit Ihre Büropflanzen auch über Jahre hinweg gesund bleiben und gut gedeihen, sollten Sie folgende Pflegehinweise beachten:
- Lichtverhältnisse prüfen:
Viele Büros haben entweder zu viel oder zu wenig Licht. Achten Sie darauf, Ihre Pflanzen entsprechend ihrer Bedürfnisse zu platzieren. Pflanzen wie die Glücksfeder oder der Bogenhanf kommen mit wenig Licht aus, während Sukkulenten und Kakteen viel Licht benötigen. - Bewässerung im Blick behalten:
Eine der häufigsten Fehlerquellen bei der Pflanzenpflege ist Überwässerung. Pflanzen im Büro sollten in der Regel weniger gegossen werden als in Wohnräumen, da die Luftfeuchtigkeit niedriger ist. Überprüfen Sie immer die Erde, bevor Sie gießen. - Luftfeuchtigkeit erhöhen:
In Büros, besonders im Winter, ist die Luft oft sehr trocken. Pflanzen wie das Einblatt und der Philodendron profitieren von gelegentlichem Besprühen mit Wasser. - Staub entfernen:
Staub kann die Blätter blockieren und die Fotosynthese behindern. Wischen Sie die Blätter regelmäßig ab, um Staubablagerungen zu verhindern. - Schädlinge kontrollieren:
Auch in Büros können Pflanzen von Schädlingen wie Spinnmilben oder Blattläusen befallen werden. Regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls das Entfernen betroffener Blätter kann Schädlinge frühzeitig eindämmen.
Fazit
Büropflanzen sind nicht nur eine schöne Dekoration, sie tragen auch wesentlich zum Wohlbefinden und zur Gesundheit am Arbeitsplatz bei. Mit den richtigen Pflanzen und einer angemessenen Pflege können Sie eine grüne Oase schaffen, die auch in den oft herausfordernden Bedingungen eines Büros jahrelang gedeiht. Egal, ob Sie eine pflegeleichte Glücksfeder oder ein luftreinigendes Einblatt wählen – Ihre Büropflanzen werden es Ihnen danken.